Sprichwörter & Redewendungen

Bedeutung und Herkunft von Sprichwörtern und Redewendungen

RSS twitter facebook google-plus
Sich aus dem Staub machen - © chilombiano, morguefile.com

Bedeutung: Sich aus dem Staub machen – flüchten, fliehen, sich (unerlaubt/unbemerkt) aus dem Staub machen Herkunft: Diese Redewendung stammt aus den Zeiten von altertümlichen Schlachten, bei denen das Schlachtgetümmel so viel Staub aufwirbelte, dass ängstliche Soldaten die Gelegenheit zur unbemerkten Flucht nutzen konnten. Dies musste heimlich geschehen, weil das Verweigern der Soldatenpflicht – die Fahnenflucht – verboten war.

Hummeln im Hintern haben - © wintersixfour, morguefile.com

Bedeutung: Hummeln im Hintern haben – voller Energie/Tatendrang sein, nicht still sitzen können, auch: Zappelphilip; derb: Hummeln im Arsch haben Herkunft: Die Herkunft dieser Redewendung mit der tierischen Alliteration bezieht sich auf die Hummel, die ständig auf der Suche nach Nektar ist und darum ruhelos hin- und herfliegt. Die Vorstellung liegt nahe, dass jemand, der buchstäblich Hummeln im Hintern hat, sich nervös hin- und herbewegt, um sie schnell wieder loszuwerden. Schon Luther hat diese Redewendung in seiner Sprichwörtersammlung verwendet.

Ein Bäuerchen machen - © jhorrocks, istockphoto.com

Bedeutung: Ein Bäuerchen machen – meist bei Babys: aufstoßen, rülpsen Herkunft: Diese Redensart kommt aus dem Mittelalter, als es noch üblich war, in aller Öffentlichkeit zu schmatzen, rülpsen oder auch einmal einen fahren zu lassen. Martin Luther (1483-1546) sagte einmal: “Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmecket?” Doch irgendwann begann man, sich vornehmer zu verhalten. Um sich von den groben, ungeschliffenen Bauern abzugrenzen, begannen im 19. Jahrhundert die bürgerlichen Schichten in den Städten Verhaltensweisen von den […]

Im siebten Himmel sein - © razvandm, morguefile.com

Bedeutung: Im siebten Himmel sein – überglücklich/verliebt sein, freudig entrückt/in Hochstimmung sein, manchmal auch: naiv sein Herkunft: Den Ursprung hat diese Redewendung in der Bibel. Dort besteht der Himmel aus mehreren Himmelssphären und in der höchsten, der siebten, wohnen Gott und die Engel. Ist man so überglücklich, dass man im siebten Himmel ist, ist man nach der Vorstellung der frühen Christen ganz nah bei Gott.

Diese Webseite führt eine Datenbank deutscher Sprichwörter und Redewendungen.


Vor allem Bedeutung und Herkunft deutscher Redensarten, deren Sinn sich dem Leser nicht sofort erschließt oder die Heutzutage nicht mehr in der ursprünglichen Form angewandt werden.

Den Vogel abschießen

Den Vogel abschieße

Bedeutung: Den Vogel abschießen - mit etwas erfolgreich sein, für Begeisterung ...

Etwas auf dem Kasten haben

Etwas auf dem Kasten

Bedeutung: Etwas auf dem Kasten haben - besondere Fähigkeiten besitzen, klug/gebildet ...

Wie ein Phönix aus der Asche

Wie ein Phönix aus

Bedeutung: Wie ein Phönix aus der Asche steigen/auferstehen/(sich) erheben - sich ...

Etwas unter den Tisch fallen lassen

Etwas unter den Tisc

Bedeutung: Etwas unter den Tisch fallen lassen - etwas verschweigen, etwas ...

Kohldampf haben/schieben

Kohldampf haben

Bedeutung: Kohldampf haben/schieben - großen Hunger haben, sehr hungrig sein, starken ...