Sprichwörter & Redewendungen

Bedeutung und Herkunft von Sprichwörtern und Redewendungen

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Bedeutung:

Einen vom Pferd erzählen/eine Geschichte vom Pferd erzählen – wird benutzt, wenn jemand der Meinung ist, dass jemand etwas Unwahres erzählt, jemandem Unsinn erzählen; lügen.

Einen vom Pferd erzählen - © Ross Burgess, Wikipedia

Einen vom Pferd erzählen - © Ross Burgess, Wikipedia

Herkunft:

Diese Redewendung geht auf einen griechischen Mythos zurück. Jahrelang versuchten die Griechen vergeblich, die Stadt Troja zu erobern. Die Griechen erkannten, dass die Trojaner nicht mit Gewalt, sondern nur durch eine List besiegt werden konnten. Daraufhin wurde ein Holzpferd gebaut und der Krieger Odysseus versteckte sich mit seiner Mannschaft darin. Die anderen Griechen fuhren mit den Schiffen davon, damit die Trojaner glaubten, dass sie aufgegeben hatten. Der Plan ging auf, denn die Trojaner bejubelten das Ende des Krieges. Bald darauf fanden sie am Strand das Holzpferd und einen verletzten Griechen Namens Sinon. Dieser behauptete, er sei zurück gelassen worden und das Holzpferd sei eine Opfergabe für Athene, die Göttin der Weisheit. Wenn sie es zerstören, bringt es Unheil. Die Trojaner glaubten den Griechen und brachten das Pferd in die Stadt. In der Nacht stieg Odysseus mit seinen Kriegern durch eine geheime Tür aus dem Holzpferd heraus. Sie öffneten die Tore von innen und riefen die übrigen Griechen auf den Schiffen per Feuerzeichen zurück. Durch die erfundene „Geschichte vom Pferd“ konnten die Griechen letztendlich doch noch Troja einnehmen.

Ein Kommentar

  1. Ronald Werner sagt:

    Was für ein grandioser Unsinn!!! Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß sich jemand genau dasselbe unabhängig noch einmal ausdenkt? Diese sog. „Redewendung“ hatte ich mir bzw. ein Freund Anfang der 80er Jahre selbst ausgedacht. Wie heutzutage junge Menschen zur eigenen Belustigung sich selbst erdachten Quatsch erzählen, so taten wir dies nat. auch. Dabei ging es u.a. um’s VEATH. Denn der Berliner spricht dieses Tier ohne „P“ am Anfang aus. Daher war der Spitzname eines anderen Freundes, der später zur NVA eingezogen wurde „Veath“, da er gut wiehern konnte. Dies war unsere ganz eigene Schreibweise. Wenn wir uns also gemeinsam öfter zb. im Volkspark Friedrichshain trafen, dann sagte „Monte“ (der damalige Frontmann der Rockband „Setzei“) „Ronald, erzähl mal wieder watt vom Veath!“. Wenn er eine Bockwurst aß und sie ihm schmeckte, meinte er dann nicht selten: „hmmm, vom Pferd!“
    Dies ist weder eine Satire noch Veralberung, sondern die pure Warheit, so wie sie sich zugetragen hat!

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