Sprichwörter & Redewendungen

Bedeutung und Herkunft von Sprichwörtern und Redewendungen

RSS twitter facebook google-plus
Etwas unter den Tisch fallen lassen

Bedeutung: Etwas unter den Tisch fallen lassen – etwas verschweigen, etwas Unangenehmes nicht zur Sprache bringen, etwas unbeachtet/ungetan/unberücksichtigt lassen Herkunft: Früher ließ man Knochen und andere unverdauliche Speisereste einfach unter den Tisch fallen, worüber sich dann die Haustiere freuten. Dies wurde irgendwann sprichwörtlich auf „unverdauliche“, also unangenehme Themen übertragen. So liegt etwas auf dem Tisch, was offen ausgeprochen wird, während man anderes, unangenehmes gerne „unter den Tisch fallen lässt“, oder sogar verschleiert: unter den Teppich kehrt.

Kohldampf haben/schieben

Bedeutung: Kohldampf haben/schieben – großen Hunger haben, sehr hungrig sein, starken Appetit haben Herkunft: Diese Redewendung kommt aus dem Rotwelschen. Rotwelsch entwickelte sich früher aus mehreren Dialekten unter Gaunern und Landstreichern. Da standen die Worte Koll(er) und Dampf beide für „Hunger“, daraus entstand Kohldampf. Und aus scheffen, was sein oder machen heißt, wurde irgendwann schieben. Erst im 19. Jahrhundert hat sich diese Redensart in der Umgangssprache durchgesetzt. Es gibt noch einige andere Ausdrücke aus dieser Sprache, wie „Wache schieben“.

Hand und Fuß haben

Bedeutung: Hand und Fuß haben – etwas ist gut durchdacht, ein solides Vorhaben, etwas ist vertrauenswürdig Herkunft: Diese Redensart entwickelte sich im Mittelalter. Ein intakter Körper hieß volle Belastbarkeit und Tauglichkeit. In dieser Zeit bedeutete das Abhacken eines der Gliedmaßen eine Einschränkung, wurde sogar die rechte Hand und der linke Fuß entfernt, bedeutete das die komplette Hilflosigkeit für einen Mann: Er konnte weder ein Pferd besteigen noch ein Schwert führen. Dementsprechend war dies oftmals eine schwerwiegendere Strafe als beispielsweise die […]

Reinen Tisch machen

Bedeutung: Reinen Tisch machen – etwas richtigstellen, etwas zugeben, etwas aus der Welt schaffen, erledigen, die Wahrheit sagen, sich aussprechen, vertragen, ein Missverständnis aufklären, für klare Verhältnisse sorgen Herkunft: Die Entstehung dieser umgangssprachlichen Redewendung kommt von dem lateinischen Ausdruck tabula rasa („geglättete Tafel“, unbeschriebene Tafel – unbeschriebenes Blatt). Tabulae waren in der Antike Schreibtafeln, auf die man Zeichen ritzte. Da sie wachsüberzogen waren, konnte man sie nach leichtem Erwärmen oder Abziehen wieder zur tabula rasa machen, also in ein unbeschriebenes […]

Diese Webseite führt eine Datenbank deutscher Sprichwörter und Redewendungen.


Vor allem Bedeutung und Herkunft deutscher Redensarten, deren Sinn sich dem Leser nicht sofort erschließt oder die Heutzutage nicht mehr in der ursprünglichen Form angewandt werden.

Jemandem den Kopf waschen

Jemandem den Kopf wa

Bedeutung: Jemandem den Kopf waschen - jemandem seine Meinung sagen, zurechtweisen, ...

Den Vogel abschießen

Den Vogel abschieße

Bedeutung: Den Vogel abschießen - mit etwas erfolgreich sein, für Begeisterung ...

Etwas auf dem Kasten haben

Etwas auf dem Kasten

Bedeutung: Etwas auf dem Kasten haben - besondere Fähigkeiten besitzen, klug/gebildet ...

Wie ein Phönix aus der Asche

Wie ein Phönix aus

Bedeutung: Wie ein Phönix aus der Asche steigen/auferstehen/(sich) erheben - sich ...

Etwas unter den Tisch fallen lassen

Etwas unter den Tisc

Bedeutung: Etwas unter den Tisch fallen lassen - etwas verschweigen, etwas ...