Sprichwörter & Redewendungen

Bedeutung und Herkunft von Sprichwörtern und Redewendungen

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Kohldampf haben/schieben

Bedeutung: Kohldampf haben/schieben – großen Hunger haben, sehr hungrig sein, starken Appetit haben Herkunft: Diese Redewendung kommt aus dem Rotwelschen. Rotwelsch entwickelte sich früher aus mehreren Dialekten unter Gaunern und Landstreichern. Da standen die Worte Koll(er) und Dampf beide für „Hunger“, daraus entstand Kohldampf. Und aus scheffen, was sein oder machen heißt, wurde irgendwann schieben. Erst im 19. Jahrhundert hat sich diese Redensart in der Umgangssprache durchgesetzt. Es gibt noch einige andere Ausdrücke aus dieser Sprache, wie „Wache schieben“.

Hand und Fuß haben

Bedeutung: Hand und Fuß haben – etwas ist gut durchdacht, ein solides Vorhaben, etwas ist vertrauenswürdig Herkunft: Diese Redensart entwickelte sich im Mittelalter. Ein intakter Körper hieß volle Belastbarkeit und Tauglichkeit. In dieser Zeit bedeutete das Abhacken eines der Gliedmaßen eine Einschränkung, wurde sogar die rechte Hand und der linke Fuß entfernt, bedeutete das die komplette Hilflosigkeit für einen Mann: Er konnte weder ein Pferd besteigen noch ein Schwert führen. Dementsprechend war dies oftmals eine schwerwiegendere Strafe als beispielsweise die […]

Reinen Tisch machen

Bedeutung: Reinen Tisch machen – etwas richtigstellen, etwas zugeben, etwas aus der Welt schaffen, erledigen, die Wahrheit sagen, sich aussprechen, vertragen, ein Missverständnis aufklären, für klare Verhältnisse sorgen Herkunft: Die Entstehung dieser umgangssprachlichen Redewendung kommt von dem lateinischen Ausdruck tabula rasa („geglättete Tafel“, unbeschriebene Tafel – unbeschriebenes Blatt). Tabulae waren in der Antike Schreibtafeln, auf die man Zeichen ritzte. Da sie wachsüberzogen waren, konnte man sie nach leichtem Erwärmen oder Abziehen wieder zur tabula rasa machen, also in ein unbeschriebenes […]

Geld zum Fenster hinauswerfen

Bedeutung: Das Geld zum Fenster hinaus werfen – verschwenderisch mit Geld umgehen, Geld für unnütze Sachen ausgeben/vergeuden/verprassen Herkunft: Am alten Rathaus in Regensburg gibt es ein Fenster, in dem früher der Kaiser stand, um sich vom Volk auf dem heutigen Rathausplatz huldigen zu lassen. In diesem Rathaus fand 1663 bis 1806 der Immerwährende Reichstag statt und bezeichnete die Ständevertretung im Heiligen Römischen Reich. Von hier aus warf der Kaiser Münzen aus dem Fenster, für die Armen im Volk. Da es […]

Diese Webseite führt eine Datenbank deutscher Sprichwörter und Redewendungen.


Vor allem Bedeutung und Herkunft deutscher Redensarten, deren Sinn sich dem Leser nicht sofort erschließt oder die Heutzutage nicht mehr in der ursprünglichen Form angewandt werden.

Den Vogel abschießen

Den Vogel abschieße

Bedeutung: Den Vogel abschießen - mit etwas erfolgreich sein, für Begeisterung ...

Etwas auf dem Kasten haben

Etwas auf dem Kasten

Bedeutung: Etwas auf dem Kasten haben - besondere Fähigkeiten besitzen, klug/gebildet ...

Wie ein Phönix aus der Asche

Wie ein Phönix aus

Bedeutung: Wie ein Phönix aus der Asche steigen/auferstehen/(sich) erheben - sich ...

Etwas unter den Tisch fallen lassen

Etwas unter den Tisc

Bedeutung: Etwas unter den Tisch fallen lassen - etwas verschweigen, etwas ...

Kohldampf haben/schieben

Kohldampf haben

Bedeutung: Kohldampf haben/schieben - großen Hunger haben, sehr hungrig sein, starken ...